Diminutive New York Knicks guard Nate Robinson beat defending(防禦.保衛) champion Dwight Howard of Orlando in an exciting NBA slam dunk contest, winning 52 percent of fans' votes(投票).
Wearing(穿戴的) an all-green Knicks uniform with green shoes, Robinson used Howard as a prop in the final round, springboarding(跳板.出發點) over the 6-foot-11 (2.11-meter) center to dunk the ball in the net(網).
"Dwight was a great sport letting me dunk over him," said Robinson, who also won in 2006.
Howard, who scored(分數) a perfect 50 on both of his first-round dunks, performed(履行.表現.完成) the most theatrical dunk of the competition in the first round.
He disappeared(消失) into a phone booth just off the court(場地.法庭.院子), emerging(新興的) with a Superman cape.
Howard waved(飄動的.波浪形的[]) his arms to the crowd(人群.大眾.一幫) as an 11-foot (3.4-meter) basket was wheeled onto the floor. Howard took a bounce(彈跳.彈力.跳[]) pass from teammate Jameer Nelson and made an amazing dunk as the U.S. Airways Center exploded(爆炸的.分解的[]) with applause(鼓掌.喝采[]).
Another event included was the annual Shooting Stars competition, which features a player from an NBA team, a retired player from that team and a player from that city's WNBA club. It was won by Team Detroit-former Piston Bill Laimbeer, present Pistons guard Arron Afflalo and Detroit Shock star Katie Smith.
Team Detroit was runner-up last year and won the contest in 2007 in which players shoot from six locations of increasing difficulty.
• diminutive (adj.) 矮小的;小型的
•
The diminutive child couldn't reach the buttons in the elevator.
• to beat (v.) 打敗;擊敗
•
The team practiced all year to become good enough to beat their archrivals.
• prop (n.) 道具;支撐物
•
The photographer used the small plastic stool as a prop for the little girl.
• theatrical (adj.) 戲劇性的;誇張的
•
The theatrical performance included impressive scenery and lighting effects.
• cape (n.) 斗蓬;披風
•
Superheroes are often portrayed as wearing capes as they fly around and save the world.
• to wheel (v.) 推動;拉動
•
The doctors wheeled the injured player away on a stretcher.
• event (n.) 活動;事件
•
The sporting events at the field day included races and various ball games.
• slam dunk 灌籃;扣籃
•
The star basketball player made a slam dunk to win the game.
• to be a good/great sport 擁有良好的運動精神或風度
•
Jill is a good sport; she'll go along with almost anything.
• phone booth 電話亭
•
The thriller movie was about a man who was trapped in a phone booth with snipers aiming at him.ㄍ
this text is from http://www.studentpost.com.tw/words/default.asp?sIssue=1121
27.3.09
Anonym zum Arzt
Wenn Migranten ohne Papiere krank werden, können sie in Deutschland nicht einfach zum Arzt gehen. Ihnen droht die Abschiebung. Berlin aber will Migranten den Zugang zu medizinischer Behandlung ab sofort erleichtern.
Fatima Addo aus Westafrika lebt seit Jahren ohne Papiere in Deutschland. Ihren richtigen Namen nennt sie nicht. Sie hat Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden. "Es ist sehr, sehr schwer, ohne Papiere zurechtzukommen(vt.完成.勝任). Und wenn du krank bist, gibt es keine Möglichkeit, zu einem Arzt zu gehen", sagt sie.
Bisher können sich Menschen wie Fatima Addo nicht einfach untersuchen lassen, wenn sie schwanger sind, eine Lungenentzündung(e.肺部發炎) oder Gelenk(s.關節)probleme haben. An sich bekommen auch Migranten ohne Papiere und Krankenversicherung die Behandlung vom Sozialamt bezahlt. Doch das Sozialamt muss die Ausländerbehörde informieren. Dann droht den Patienten die Abschiebung.
Der Berliner Staatssekretär für Gesundheit, Benjamin-Immanuel Hoff, prüft zurzeit die Möglichkeit eines anonymen Krankenscheins für akute(adj.急性的) medizinische Notfälle. So würde Fatima Addo, wenn sie krank ist, einen Krankenschein mit einer Nummer bekommen. Im Krankenhaus müsste sie dann ihren Namen nicht nennen. Und das Krankenhaus würde die Behandlungskosten vom Sozialamt erstattet(vt.代墊) bekommen.
In anderen europäischen Ländern ist das längst Normalität. So gibt es in Italien und Spanien bereits seit einiger Zeit ein ähnliches Modell, das gut funktioniert, sagt Burkhard Bartholome vom Berliner Büro für medizinische Flüchtlingshilfe. Er hofft, dass der anonyme Krankenschein bald in Berlin eingeführt wird. Dann könnte das Modell auch in anderen Bundesländern salonfähig(adj.有身分的.文雅的) werden.
Freitag, 27. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4131611,00.html
Glossar
anonym(無名氏) – ohne einen Namen zu nennen
Migrant/in, der/die – jemand, der aus einem Land in ein anderes eingewandert ist
ohne Papiere – hier: ohne offizielle Erlaubnis, in einem Land zu leben
jemandem droht etwas – jemand muss vor etwas Angst haben
Abschiebung, die – das Zurückschicken von jemandem in sein Heimatland
zurechtkommen – hier: mit etwas keine Probleme haben
Entzündung, die – eine Krankheit, bei der sich das betroffene Körperteil oft heiß ist und weh tut
Gelenk, das – die Stelle, an der zwei Knochen verbunden sind, z. B. Knie, Schulter
an sich – eigentlich
Sozialamt, das – die Behörde, die für Menschen ohne Geld zuständig ist
Ausländerbehörde, die – das Amt, das z. B. für Aufenthaltsgenehmigungen zuständig ist
Staatssekretär, der – hier: ein Politiker, der einen Minister in einem bestimmten Bereich unterstützt
Krankenschein, der – ein Schein, der den Patienten zu einer medizinischen Behandlung berechtigt
akut – dringend
Notfall, der – hier: eine gefährliche Krankheit oder Verletzung
etwas erstatten – die Kosten für etwas übernehmen
etwas einführen – hier: eine neue Regel offiziell gültig machen
etwas ist salonfähig – etwas wird akzeptiert
Fatima Addo aus Westafrika lebt seit Jahren ohne Papiere in Deutschland. Ihren richtigen Namen nennt sie nicht. Sie hat Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden. "Es ist sehr, sehr schwer, ohne Papiere zurechtzukommen(vt.完成.勝任). Und wenn du krank bist, gibt es keine Möglichkeit, zu einem Arzt zu gehen", sagt sie.
Bisher können sich Menschen wie Fatima Addo nicht einfach untersuchen lassen, wenn sie schwanger sind, eine Lungenentzündung(e.肺部發炎) oder Gelenk(s.關節)probleme haben. An sich bekommen auch Migranten ohne Papiere und Krankenversicherung die Behandlung vom Sozialamt bezahlt. Doch das Sozialamt muss die Ausländerbehörde informieren. Dann droht den Patienten die Abschiebung.
Der Berliner Staatssekretär für Gesundheit, Benjamin-Immanuel Hoff, prüft zurzeit die Möglichkeit eines anonymen Krankenscheins für akute(adj.急性的) medizinische Notfälle. So würde Fatima Addo, wenn sie krank ist, einen Krankenschein mit einer Nummer bekommen. Im Krankenhaus müsste sie dann ihren Namen nicht nennen. Und das Krankenhaus würde die Behandlungskosten vom Sozialamt erstattet(vt.代墊) bekommen.
In anderen europäischen Ländern ist das längst Normalität. So gibt es in Italien und Spanien bereits seit einiger Zeit ein ähnliches Modell, das gut funktioniert, sagt Burkhard Bartholome vom Berliner Büro für medizinische Flüchtlingshilfe. Er hofft, dass der anonyme Krankenschein bald in Berlin eingeführt wird. Dann könnte das Modell auch in anderen Bundesländern salonfähig(adj.有身分的.文雅的) werden.
Freitag, 27. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4131611,00.html
Glossar
anonym(無名氏) – ohne einen Namen zu nennen
Migrant/in, der/die – jemand, der aus einem Land in ein anderes eingewandert ist
ohne Papiere – hier: ohne offizielle Erlaubnis, in einem Land zu leben
jemandem droht etwas – jemand muss vor etwas Angst haben
Abschiebung, die – das Zurückschicken von jemandem in sein Heimatland
zurechtkommen – hier: mit etwas keine Probleme haben
Entzündung, die – eine Krankheit, bei der sich das betroffene Körperteil oft heiß ist und weh tut
Gelenk, das – die Stelle, an der zwei Knochen verbunden sind, z. B. Knie, Schulter
an sich – eigentlich
Sozialamt, das – die Behörde, die für Menschen ohne Geld zuständig ist
Ausländerbehörde, die – das Amt, das z. B. für Aufenthaltsgenehmigungen zuständig ist
Staatssekretär, der – hier: ein Politiker, der einen Minister in einem bestimmten Bereich unterstützt
Krankenschein, der – ein Schein, der den Patienten zu einer medizinischen Behandlung berechtigt
akut – dringend
Notfall, der – hier: eine gefährliche Krankheit oder Verletzung
etwas erstatten – die Kosten für etwas übernehmen
etwas einführen – hier: eine neue Regel offiziell gültig machen
etwas ist salonfähig – etwas wird akzeptiert
25.3.09
Ein Europa – viele Größen
In Europa regiert das Chaos, was Kleidergrößen betrifft: Die deutsche 38 ist in Frankreich eine 40 und in Italien sogar eine 42. Auf einen gemeinsamen europäischen Standard können sich die Staaten nicht einigen.
Es ist immer wieder dasselbe Spiel in der Umkleide(e.更衣室): "Ich glaube, die ist ein bisschen eng", sagt Katja, nachdem sie die Hose in Größe 36 anprobiert hat. "Eigentlich habe ich immer 36." Doch was in dem einem Geschäft passt, ist in dem anderen zu klein. Und so muss Katja an diesem Tag noch viele weitere Hosen anprobieren.
Dabei könnte alles so einfach sein, meint Eva Hillers, Expertin für Konfektion(e.服裝業)sgrößen: "Wir richten uns nach Umfang(r.周遭.周圍.體積.胸圍) und Körperlänge." So wäre gesichert, dass die Größe 36 auch immer gleich groß ist – und das weltweit. Bislang werden die Größen in jedem Land anders berechnet. So hat zum Beispiel eine Frau mit einem Brustumfang von 88 Zentimetern in Russland Größe 44, in Deutschland hingegen Größe 38.
Für Konfektionsgrößen gibt es also keine gemeinsamen Vorschriften. Der Grund ist aber nicht das fehlende Interesse von Firmen. Yvonne Kochs, verantwortlich für die Qualitätskontrolle bei C & A, ist sich sicher, dass besonders europaweit tätige Unternehmen sehr an einer Standardisierung(e.標準化) interessiert sind.
Doch Expertin Eva Hillers glaubt nicht, dass eine europaweite Lösung gefunden werden kann: "Es ist immer schwierig, die Europäer zusammenzubringen, denn dann muss jeder Abstriche(r.扣除.除去) machen." Weder Franzosen noch Deutsche, noch Italiener sind wirklich bereit, ihre Größen aufzugeben. Eva Hillers hat deswegen ihre eigene Lösung: Sie achtet nicht auf Kleidergrößen und geht grundsätzlich mit einem Zentimetermaß einkaufen.
Dienstag, 23. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4122757,00.html Glossar
Chaos, das – das Durcheinander
etwas betrifft jemanden/etwas – etwas bezieht sich auf jemanden/etwas
sich auf etwas einigen – zu einer gemeinsamen Lösung kommen
Standard, der – hier: eine Regelung, die für alle europäischen Länder gleich ist
Umkleide, die – die Kabine(e.更衣室.機艙) in einem Geschäft, in der man sich umziehen kann
Experte/Expertin, der/die – jemand, der besonders viel über ein Thema weiß
Konfektionsgröße, die – die Größe von Kleidung
etwas richtet sich nach etwas – etwas hängt von etwas ab
Umfang, der – hier: die Länge um etwas (z. B. einen Körper) herum
weltweit – auf der ganzen Welt
bislang – bis jetzt
etwas berechnen – durch Rechnen feststellen, wie groß etwas ist
hingegen – im Gegensatz zu etwas; dagegen
Unternehmen, das – die Firma
Standardisierung, die – das Einführen eines → Standards
Abstriche machen – hier: bereit sein, auf etwas zu verzichten; Kompromisse eingehen
Zentimetermaß, das – ein Band oder ein Stock, mit dem die Größe von etwas gemessen werden kann
Es ist immer wieder dasselbe Spiel in der Umkleide(e.更衣室): "Ich glaube, die ist ein bisschen eng", sagt Katja, nachdem sie die Hose in Größe 36 anprobiert hat. "Eigentlich habe ich immer 36." Doch was in dem einem Geschäft passt, ist in dem anderen zu klein. Und so muss Katja an diesem Tag noch viele weitere Hosen anprobieren.
Dabei könnte alles so einfach sein, meint Eva Hillers, Expertin für Konfektion(e.服裝業)sgrößen: "Wir richten uns nach Umfang(r.周遭.周圍.體積.胸圍) und Körperlänge." So wäre gesichert, dass die Größe 36 auch immer gleich groß ist – und das weltweit. Bislang werden die Größen in jedem Land anders berechnet. So hat zum Beispiel eine Frau mit einem Brustumfang von 88 Zentimetern in Russland Größe 44, in Deutschland hingegen Größe 38.
Für Konfektionsgrößen gibt es also keine gemeinsamen Vorschriften. Der Grund ist aber nicht das fehlende Interesse von Firmen. Yvonne Kochs, verantwortlich für die Qualitätskontrolle bei C & A, ist sich sicher, dass besonders europaweit tätige Unternehmen sehr an einer Standardisierung(e.標準化) interessiert sind.
Doch Expertin Eva Hillers glaubt nicht, dass eine europaweite Lösung gefunden werden kann: "Es ist immer schwierig, die Europäer zusammenzubringen, denn dann muss jeder Abstriche(r.扣除.除去) machen." Weder Franzosen noch Deutsche, noch Italiener sind wirklich bereit, ihre Größen aufzugeben. Eva Hillers hat deswegen ihre eigene Lösung: Sie achtet nicht auf Kleidergrößen und geht grundsätzlich mit einem Zentimetermaß einkaufen.
Dienstag, 23. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4122757,00.html Glossar
Chaos, das – das Durcheinander
etwas betrifft jemanden/etwas – etwas bezieht sich auf jemanden/etwas
sich auf etwas einigen – zu einer gemeinsamen Lösung kommen
Standard, der – hier: eine Regelung, die für alle europäischen Länder gleich ist
Umkleide, die – die Kabine(e.更衣室.機艙) in einem Geschäft, in der man sich umziehen kann
Experte/Expertin, der/die – jemand, der besonders viel über ein Thema weiß
Konfektionsgröße, die – die Größe von Kleidung
etwas richtet sich nach etwas – etwas hängt von etwas ab
Umfang, der – hier: die Länge um etwas (z. B. einen Körper) herum
weltweit – auf der ganzen Welt
bislang – bis jetzt
etwas berechnen – durch Rechnen feststellen, wie groß etwas ist
hingegen – im Gegensatz zu etwas; dagegen
Unternehmen, das – die Firma
Standardisierung, die – das Einführen eines → Standards
Abstriche machen – hier: bereit sein, auf etwas zu verzichten; Kompromisse eingehen
Zentimetermaß, das – ein Band oder ein Stock, mit dem die Größe von etwas gemessen werden kann
21.3.09
Hier werden Autoren gemacht
In Deutschland gibt es ein Institut, an dem das Schreiben von literarischen Texten gelehrt wird. Pro Jahr werden nur 20 Studenten zugelassen. Doch das Studium ist keine Garantie für eine Karriere als Schriftsteller.
Nachdem Jörn Dege sein Mathematik- und Philosophiestudium beendet hatte, wollte er etwas Neues machen. Er bewarb sich mit 20 Seiten Text beim Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Obwohl er noch nie etwas veröffentlicht hatte, erhielt er einen der 20 Studienplätze – und das bei 600 Bewerbern. Seitdem besucht der 26-Jährige Vorlesungen in Literaturgeschichte oder bekommt Tipps für den Alltag eines freischaffenden(adj.自由業的) Schriftstellers.
Aus dem Institut sind schon einige bekannte Autoren hervorgegangen. "Da gibt es Juli Zeh, Clemens Mayer oder Tobias Hülswitt", zählt der Geschäftsführer Claudius Nießen auf. Er weist seine Studenten aber auch darauf hin, dass man durch das Studium nicht automatisch zum Schriftsteller wird. Darüber sind sich die Studenten im Klaren. Nebenjobs oder ein zweites Studium sind deshalb völlig normal.
Im Zentrum des Studiums stehen die Texte der Studenten. Sie werden in Workshops von den Kommilitonen besprochen. Jörn Dege sieht in den Gesprächen mit den anderen eine große Chance für seine Weiterentwicklung. Sein Kommilitone Andreas Stichmann dagegen glaubt, dass das Institut überschätzt wird: "Man sitzt im Seminar und bespricht mit 20 Leuten den Text. Beeinflussen tut mich das nicht."
Und was meinen die Verleger? Michael Faber, Leiter des Leipziger Verlages Faber & Faber sagt: "Auf Grund der Tatsache, dass (…) beträchtliche Talente aus dem Literaturbetrieb hervorgegangen sind, hat sich die Aufmerksamkeit (…) erhöht." Verleger und Lektoren(r.編輯 ) würden jetzt selbst auf das Institut zugehen. Die Chancen auf eine Schriftstellerkarriere stehen also gut, wenn man es erst einmal bis zum Literaturinstitut geschafft hat. Dann muss man nur noch durchhalten und den Nerv der Zeit treffen.
Freitag, 20. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4113895,00.html
Glossar
literarisch – so, dass etwas zur Literatur zählt (z.B. Romane, Gedichte, Erzählungen usw.)
jemanden zulassen – hier: jemandem einen Studienplatz geben
Vorlesung, die – eine Veranstaltung an der Universität, bei der ein Professor einen Vortrag hält
freischaffend – so, dass man keinen festen Arbeitgeber hat; selbstständig
aus etwas hervorgehen – aus etwas entstehen; von etwas kommen
jemanden auf etwas hinweisen – jemanden auf etwas aufmerksam machen
sich über etwas im Klaren sein – etwas genau wissen
Nebenjob, der – ein Job, mit dem man ein wenig Geld verdienen kann
Kommilitone, der / Kommilitonin, die – der/die Mitstudent/in
etwas besprechen – über etwas sprechen
etwas überschätzen – zu viel von etwas erwarten; etwas zu gut bewerten
Beeinflussen tut mich das nicht. – umgangssprachlich: Das beeinflusst mich nicht.
Verleger/in, der/die – jemand, der Bücher veröffentlicht
beträchtlich – ziemlich groß
Lektor/in, der/die – jemand, der in einem Verlag für die Auswahl und Korrektur von Büchern zuständig ist
auf jemanden zugehen – hier: jemanden kontaktieren; mit jemandem Kontakt aufnehmen
durchhalten – Geduld haben und mit einer Sache weitermachen
den Nerv der Zeit treffen – hier: über ein Thema schreiben, das aktuell viele Menschen interessiert
Nachdem Jörn Dege sein Mathematik- und Philosophiestudium beendet hatte, wollte er etwas Neues machen. Er bewarb sich mit 20 Seiten Text beim Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Obwohl er noch nie etwas veröffentlicht hatte, erhielt er einen der 20 Studienplätze – und das bei 600 Bewerbern. Seitdem besucht der 26-Jährige Vorlesungen in Literaturgeschichte oder bekommt Tipps für den Alltag eines freischaffenden(adj.自由業的) Schriftstellers.
Aus dem Institut sind schon einige bekannte Autoren hervorgegangen. "Da gibt es Juli Zeh, Clemens Mayer oder Tobias Hülswitt", zählt der Geschäftsführer Claudius Nießen auf. Er weist seine Studenten aber auch darauf hin, dass man durch das Studium nicht automatisch zum Schriftsteller wird. Darüber sind sich die Studenten im Klaren. Nebenjobs oder ein zweites Studium sind deshalb völlig normal.
Im Zentrum des Studiums stehen die Texte der Studenten. Sie werden in Workshops von den Kommilitonen besprochen. Jörn Dege sieht in den Gesprächen mit den anderen eine große Chance für seine Weiterentwicklung. Sein Kommilitone Andreas Stichmann dagegen glaubt, dass das Institut überschätzt wird: "Man sitzt im Seminar und bespricht mit 20 Leuten den Text. Beeinflussen tut mich das nicht."
Und was meinen die Verleger? Michael Faber, Leiter des Leipziger Verlages Faber & Faber sagt: "Auf Grund der Tatsache, dass (…) beträchtliche Talente aus dem Literaturbetrieb hervorgegangen sind, hat sich die Aufmerksamkeit (…) erhöht." Verleger und Lektoren(r.編輯 ) würden jetzt selbst auf das Institut zugehen. Die Chancen auf eine Schriftstellerkarriere stehen also gut, wenn man es erst einmal bis zum Literaturinstitut geschafft hat. Dann muss man nur noch durchhalten und den Nerv der Zeit treffen.
Freitag, 20. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4113895,00.html
Glossar
literarisch – so, dass etwas zur Literatur zählt (z.B. Romane, Gedichte, Erzählungen usw.)
jemanden zulassen – hier: jemandem einen Studienplatz geben
Vorlesung, die – eine Veranstaltung an der Universität, bei der ein Professor einen Vortrag hält
freischaffend – so, dass man keinen festen Arbeitgeber hat; selbstständig
aus etwas hervorgehen – aus etwas entstehen; von etwas kommen
jemanden auf etwas hinweisen – jemanden auf etwas aufmerksam machen
sich über etwas im Klaren sein – etwas genau wissen
Nebenjob, der – ein Job, mit dem man ein wenig Geld verdienen kann
Kommilitone, der / Kommilitonin, die – der/die Mitstudent/in
etwas besprechen – über etwas sprechen
etwas überschätzen – zu viel von etwas erwarten; etwas zu gut bewerten
Beeinflussen tut mich das nicht. – umgangssprachlich: Das beeinflusst mich nicht.
Verleger/in, der/die – jemand, der Bücher veröffentlicht
beträchtlich – ziemlich groß
Lektor/in, der/die – jemand, der in einem Verlag für die Auswahl und Korrektur von Büchern zuständig ist
auf jemanden zugehen – hier: jemanden kontaktieren; mit jemandem Kontakt aufnehmen
durchhalten – Geduld haben und mit einer Sache weitermachen
den Nerv der Zeit treffen – hier: über ein Thema schreiben, das aktuell viele Menschen interessiert
17.3.09
Kinder in Gefahr

In den 1990er Jahren wurden in Belgien mehrere Mädchen entführt und ermordet. Daraufhin wurde der Verein "Child Focus" gegründet, der die Polizei bei der Suche nach vermissten Kindern unterstützt.
Wenn in Belgien ein Kind verschwindet, ruft die Familie neben der Polizei auch die Hotline von "Child Focus" an. Der Verein, der auf Initiative der Eltern entführter Kinder entstanden ist, gilt als besonders erfolgreich bei der Suche. In den 1990er-Jahren erregte der Fall Marc Dutroux großes Aufsehen(s.引人注目): Der Belgier hatte sechs Mädchen entführt, missbraucht und vier von ihnen getötet. Damals kritisierten viele, dass die Regierung nicht schnell genug reagiert habe, erklärt Dirk Depover, Sprecher von "Child Focus".
In dem kleinen Büro des Vereins sitzen rund um die Uhr zwei Mitarbeiterinnen am Telefon. Insgesamt arbeiten rund 50 Menschen für "Child Focus". Sie organisieren die Suche und betreuen die Eltern der vermissten Kinder. Denn wenn ein Kind verschwindet, ist das eine Ausnahmesituation, in der niemand weiß, was er tun soll, so Dirk Depover. Jedes Jahr gibt es etwa 2000 neue Fälle.
Die ersten Stunden nach dem Verschwinden eines Kindes gelten als die wichtigsten: Dann gibt es die meisten Spuren. In ihrem Auto können die Mitarbeiter von "Child Focus" am Ort des Verschwindens schnell Suchplakate drucken. Sie hängen sie an U-Bahnstationen, Geschäften, Schulen und Straßenlaternen(e.街燈) auf. Zusätzlich verteilen ehrenamtliche Mitarbeiter Handzettel an Busfahrer, Zugschaffner und Türsteher(r.門房.警衛) von Diskotheken.
Regelmäßig arbeitet "Child Focus" auch mit Organisationen aus anderen europäischen Ländern zusammen. Doch wenn es nach Dirk Depover geht, könnte die Kooperation in Europa noch besser werden: Er fordert ein europaweites Register, in dem alle Personen zu finden sind, die eine potenzielle Gefahr für Kinder darstellen.
Dienstag, 17. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4105351,00.html
Glossar
jemanden entführen – jemanden gegen seinen Willen an einen Ort bringen
Hotline, die – eine Telefonnummer, die man wählen kann, wenn man Hilfe braucht
auf jemandes Initiative – durch das Engagement von jemandem
etwas gilt als etwas – viele Menschen haben eine bestimmte Meinung über etwas
Aufsehen erregen – viel Aufmerksamkeit bekommen
jemanden missbrauchen – jemanden zu sexuellen Handlungen zwingen
rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag
rund – hier: ungefähr
etwa – hier: ungefähr
Straßenlaterne, die – eine Lampe auf der Straße
ehrenamtliche Mitarbeiter/in, der/die – jemand, der ohne Bezahlung für einen guten Zweck arbeitet
Handzettel, der – ein Papier mit Informationen, das auf der Straße verteilt wird
Türsteher/in, der/die – jemand, der am Eingang einer Diskothek steht und dort kontrolliert
wenn es nach … geht – nach dem Wunsch von …
Kooperation, die – die Zusammenarbeit
Register, das – eine alphabetische Liste
potenziell – möglich
eine Gefahr für jemanden darstellen – eine Gefahr für jemanden sein
14.3.09
Blut und Spiele

Der Amoklauf am 11.03.2009 in Winnenden war nicht der erste dieser Art. Schon 2002 richtete(vt.釀成.造成) ein 19-Jähriger in Erfurt ein Blutbad an. Damit sich dies nicht wiederholt, beschloss der Staat damals eine Reihe von Maßnahmen.
Einen Amoklauf wie am 26. April 2002 in Erfurt kannten Deutsche bis dahin vor allem aus den USA. Der 19-jährige Robert Steinhäuser tötete an seiner früheren Schule 16 Menschen und danach sich selbst. Steinhäuser war Sportschütze und hatte seine Pistole ganz legal in einem Geschäft gekauft. Aus diesem Grund setzte der Staat die Altersgrenze für den Besitz solcher Sportwaffen auf 21 Jahre herauf. Allerdings nützt diese Regelung nach Meinung von Experten wenig, weil 90 Prozent der Täter-Waffen illegal erworben werden.
Auch die möglichen Motive des Täters wurden untersucht: Steinhäuser war im Jahr zuvor der Schule verwiesen worden und hatte keinen Schulabschluss. Deshalb wurde in Thüringen das Schulgesetz geändert. Wie in anderen Bundesländern auch werden Gymnasiasten nun nach der zehnten Klasse geprüft. Damit haben sie wenigstens einen Realschulabschluss, auch wenn sie später das Abitur nicht bestehen sollten.
Kritisiert wurde damals auch die schlechte psychologische Betreuung von Schülern. Doch das Ziel, in Zukunft an jeder Schule einen Psychologen zu haben, wurde nicht erreicht. Vergleicht man Deutschland mit anderen Ländern, dann gibt es immer noch sehr wenige Schulpsychologen: In Deutschland kommen auf einen Psychologen mehr als 10.000 Schüler; in Dänemark zum Beispiel sind es nur 800.
Als eine weitere Konsequenz aus der Tat wollte der Staat den Verkauf von gewaltverherrlichenden Computerspielen besser kontrollieren. Denn bei Steinhäuser wurden wie bei den meisten jugendlichen Amokläufern so genannte Killerspiele gefunden. Inzwischen werden diese Spiele in Deutschland genauer geprüft und für bestimmte Altersgruppen verboten. Die Wirkung solcher Verbote ist allerdings umstritten – und ändert nichts an einem anderen Problem: Es ist kaum möglich, die Verbreitung von Killerspielen im Internet zu kontrollieren.
Freitag, 13. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4094910,00.html
Glossar
Amoklauf, der – das Herumlaufen und Schießen mit einer Waffe, um möglichst viele Menschen zu töten
ein Blutbad anrichten – sehr viele Menschen töten
etwas verschärfen – etwas (z. B. ein Gesetz) strenger machen
Schütze, der – jemand, der schießt
legal – gesetzlich; erlaubt ↔ illegal
Altersgrenze, die – ein bestimmtes Alter, das man erreichen muss, um etwas machen oder kaufen zu dürfen
etwas erwerben – hier: etwas kaufen
Motiv, das – hier: der Grund, die Ursache für ein Verbrechen
jemanden der Schule verweisen – jemandem verbieten, weiter eine Schule zu besuchen
Thüringen – ein Bundesland im Osten Deutschlands mit der Hauptstadt Erfurt
Gymnasiast/ -in, der/die – jemand, der ein Gymnasium besucht, um dort nach der 12. oder 13. Klasse das Abitur zu machen
Realschule, die – die mittlere Schule in Deutschland, die nach der zehnten Klasse mit dem Realschulabschluss endet
gewaltverherrlichend – so, dass Gewalt als sehr positiv dargestellt wird
umstritten – so, dass es verschiedene Meinungen zu etwas gibt
Verbreitung, die – hier: das Weitergeben
Nie mehr graue Haare?

Jeder Mensch bekommt irgendwann graue Haare. Es ist ein typisches Zeichen des Alterns. Forscher haben nun herausgefunden, warum Haare mit der Zeit ihre Farbe verlieren. Aber werden sie auch ein Gegenmittel entwickeln?
Manche finden sie ja schön. Aber die meisten Menschen mögen keine grauen Haare, vor allem nicht bei sich selbst. Deutsche und britische Wissenschaftler haben nun herausgefunden, was genau passiert, wenn ein Haar seine Farbe verliert.
Schuld daran ist das so genannte Wasserstoffperoxid: Es bleicht(vt.褪色) die Haare aus. In der Kosmetik(e.化妝)industrie benutzt man das bleichende Peroxid, um die Haare blond zu färben. Aber auch das Haar selbst produziert diesen Stoff. Bei einem jungen Menschen macht das nichts. Denn er besitzt bestimmte Enzyme(s.酵素), die das Wasserstoffperoxid(s.過氧化氫) zerstören. Je älter ein Mensch wird, desto weniger schützende Enzyme hat er. Dadurch steigt die Konzentration(e.濃度) des Peroxids und immer mehr Enzyme werden zerstört. Irgendwann kann das Haar gar keine Farbpigmente(s.色素) mehr bilden. Mit der Zeit wird es grau, zum Schluss ist es weiß.
Um diesen Prozess rückgängig zu machen, müsste man dem Körper neue Schutzenzyme zuführen. Aber es ist nicht einfach, diese an die richtige Stelle im Körper zu transportieren, sagt Heinz Decker, Professor für Biophysik an der Universität Mainz. Die Kosmetikindustrie arbeitet an einer Salbe, die in die Kopfhaut einmassiert werden soll.
Die Zusammenarbeit mit Kliniken und der Industrie ist für Heinz Decker und seine Kollegen besonders wichtig. Denn es geht um mehr als bloß das kosmetische Problem "graue Haare". Die Forscher hoffen, eines Tages Erkrankungen wie zum Beispiel Pigmentstörungen der Haut therapieren zu können.
Dienstag, 10. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4083852,00.html
Glossar
Gegenmittel, das – hier: ein Medikament
etwas ausbleichen – etwas farblos machen; dafür sorgen, dass etwas die Farbe verliert
Kosmetik, die – ein Begriff für Produkte, die einen Menschen schöner machen sollen
etwas färben – etwas farbig machen; ↔ etwas ausbleichen
Stoff, der – hier: etwas, das bestimmte chemische Eigenschaften hat
Enzym, das – ein Teilchen, das chemische Reaktionen im menschlichen Körper steuert
Konzentration, die – hier: die Menge
Pigment, das – hier: ein biologisches Teilchen, das die Farbe von etwas bestimmt
Prozess, der – hier: die Entwicklung
etwas rückgängig machen – etwas in seinen früheren Zustand zurückbringen
jemandem/etwas etwas zuführen – jemandem/etwas etwas geben
etwas einmassieren – etwas (z. B. eine Creme) mit den Händen auf der Haut verteilen
es geht um etwas – etwas ist das zentrale Thema
Störung, die – der Fehler; das Nicht-Funktionieren
etwas/jemanden therapieren – eine Krankheit behandeln; jemanden gesund machen
6.3.09
Erfolg mit links

Über kaum eine andere Partei wird in Deutschland ähnlich emotional(adj.情緒的) gestritten. Und keine Partei wechselte so schnell und häufig ihren Namen. Dennoch ist "Die Linke" inzwischen auch in Westdeutschland erfolgreich.
Dezember 1989, die Grenze zwischen BRD und DDR ist seit einem Monat offen. Die Mauer ist gefallen und mit ihr ein ganzes politisches System. Im Osten diskutieren Parteimitglieder über die Zukunft der SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Das Ergebnis: Die frühere Staatspartei ändert Programm und Namen. Aus der SED wird die SED-PDS und im Februar 1990 die PDS, die Partei des Demokratischen Sozialismus. Von 4000 Mitarbeitern bleiben nur etwa 200.
Damals glaubten viele nicht an eine Zukunft der Partei, aber schon bald feierte sie erste Erfolge bei ostdeutschen Landtagswahlen. Seit 2001 regiert die PDS zusammen mit der SPD in der Bundeshauptstadt Berlin. In Westdeutschland jedoch spielte die Partei lange Zeit keine Rolle. Das änderte sich erst durch die WASG, einem Bündnis(s.結合.同盟) aus enttäuschten SPD-Mitgliedern und Gewerkschaftern: 2007 schlossen sich die beiden Parteien unter dem Namen "Die Linke" offiziell zusammen.
Heute, 20 Jahre nach der Wende, ist die Partei die viertstärkste im deutschen Bundestag. "Quasi(adv.在某種程度上.可以說) aus dem Nichts wurde hier eine Partei aufgestellt, die bei Bundestagswahlen mit bis zu zehn Prozent der Stimmen gehandelt wird. Das ist schon außergewöhnlich", erklärt der Politikwissenschaftler Tim Spier von der Uni Göttingen.
Bei den anderen Parteien sorgt der Umgang mit der neuen, alten Partei immer wieder für Streit. Die konservativen Parteien warnen vor kommunistischen Experimenten(s.試驗), und für die SPD stellt "Die Linke" eine Konkurrenz dar. Doch was "Die Linke" genau will, das muss sie erst noch festlegen. Bis jetzt gibt es noch kein Parteiprogramm. Freitag, 6. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4077546,00.html Glossar
mit links – hier auch: schnell; ohne Mühe
Programm, das – hier: der Text, in dem eine Partei schreibt, welche Ziele sie hat
Mitarbeiter/in, der/die – der/die Angestellte
Landtagswahl, die – die Wahl eines Parlamentes in einem der 16 Länder Deutschlands
SPD, die – die Sozialdemokratische Partei Deutschlands
jemand/etwas spielt keine Rolle – jemand/etwas ist nicht wichtig; jemand/etwas hat keine Bedeutung
WASG, die – die Partei "Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative"
Bündnis, das – der Zusammenschluss (→ sich zusammenschließen)
sich zusammenschließen – hier: mindestens zwei Partner bilden eine Gemeinschaft
Wende, die – hier: die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR 1989/1990
Bundestag, der – das Parlament der Bundesrepublik Deutschland
quasi – wie
die Stimme – hier: die Entscheidung für jemanden/etwas bei einer Wahl
etwas wird gehandelt – hier: der Wert oder der Erfolg von etwas wird geschätzt
außergewöhnlich – sehr ungewöhnlich
für etwas sorgen – hier: etwas verursachen; etwas bewirken
Experiment, das – der Versuch
etwas festlegen – hier: sich für etwas endgültig entscheiden
3.3.09
Ein Bett für alle

Alles begann mit einer Idee in einer ungemütlichen Sommernacht: Eine günstige Unterkunft sollte wandernde Jugendliche vor Wind und Wetter schützen. Aus der Idee wurde schnell eine Erfolgsgeschichte.
Im Sommer 1909 machte der Lehrer Richard Schirrmann aus dem westdeutschen Altena mit seinen Schülern eine mehrtägige Wandertour. Als sich in der zweiten Nacht ein Gewitter zusammenbraute, fanden sie in einer leer stehenden Dorfschule Unterschlupf. "Das Unwetter tobte(vt.喧鬧) während der ganzen Nacht mit Blitz und Donner (…), als wenn die Welt untergehen sollte", schrieb Schirrmann.
In dieser Nacht hatte er die Idee, dass jeder größere Ort neben Schule und Turnhalle(e.運動場) auch "eine Herberge zur Einkehr(e.短暫歇息) für die Jugend" haben müsste. Und so gründete Schirrmann nach seiner Rückkehr in Altena die erste Jugendherberge der Welt. Genau hundert Jahre später finden sich in Deutschland über 550 Unterkünfte. Allein 2007 haben dort zehn Millionen Gäste übernachtet – zu einem durchschnittlichen Preis von 16 Euro mit Frühstück.
Doch nicht nur in Deutschland wurde Schirrmanns Idee ein Erfolg. Mittlerweile gibt es weltweit 4000 Jugendherbergen in 80 Ländern. Und längst werden sie nicht mehr nur von reisenden Jugendlichen und Schulklassen besucht. Auch Familien, Senioren oder sogar Geschäftsleute buchen immer häufiger ein Zimmer in den günstigen Unterkünften. Die Zeiten, als man bei Jugendherbergen vor allem an kratzige Wolldecken, quietschende(adj.吱吱叫的) Etagenbetten(s.雙層床) und strenge Regeln dachte, sind lange vorbei.
Die Jugendherberge von heute gibt sich modern, freundlich und behindertengerecht: Informationen über das Kultur- und Freizeitprogramm der jeweiligen Stadt sind ebenso selbstverständlich wie eigene Sport- und Bildungsangebote. Und statt des muffigen(adj.悶悶不樂的) 30-Betten-Schlafsaals mit Waschraum werden zunehmend helle Familienzimmer inklusive Bad angeboten.
vom Dienstag, 3. März 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4069304,00.html
Glossar
Jugendherberge – ein Haus, in dem besonders Jugendliche für wenig Geld übernachten können; engl.: Youth Hostel
etwas braut sich zusammen – etwas Gefährliches entsteht langsam
Unterschlupf, der – ein Ort, an dem man sich gegen eine Gefahr schützt
Unwetter, das – sehr schlechtes Wetter (Sturm, Gewitter)
etwas tobt – etwas ist in sehr starker Bewegung
Turnhalle, die – die Halle, in der man Sport macht
Einkehr, die – hier: die Übernachtung in einem Gasthaus oder Hotel
längst – schon lange
Senior/-in, der/die – ein älterer Mensch
kratzig – so, dass etwas unangenehm auf der Haut juckt
quietschend – so, dass etwas ein hohes, unangenehmes Geräusch macht
Stockbett(s.雙層床), das – zwei Betten übereinander
sich geben – hier: sich auf eine bestimmte Weise darstellen
behindertengerecht – so, dass sich Menschen mit einer (körperlichen) Behinderung so gut wie möglich bewegen können
muffig – schlecht riechend; düster
zunehmend – hier: immer mehr
inklusive – einschließlich; mit
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