1.2.09

TSG 1899 Hoffenheim – Ein Fußballmärchen?‎


Anfang der Neunzigerjahre war der Fußballverein Hoffenheim noch ein kleiner Dorfclub. Ein Multimillionär investierte in den Verein und brachte ihn ganz nach vorn: 2007 in die dritte Liga und 2008 in die erste Bundesliga.

Hoffenheim ist ein kleines Dorf mit 3000 Einwohnern – Fachwerkhäuser, Heimatmuseum, Ruhe. Für Touristen gibt es nur eine einzige Unterkunft in Hoffenheim. Man kann es kaum glauben, dass hier ein Fußballverein der ersten Bundesliga zu Hause ist – ein sehr erfolgreicher sogar.
 
Zu verdanken(vt.歸功.感謝) hat Hoffenheim den Aufstieg in die erste Liga seinem berühmtesten Sohn. Dietmar Hopp, Gründer der Softwarefirma SAP und Multimillionär, hat hier als Jugendlicher selbst Fußball gespielt. Und er erinnert sich gerne daran. Als er Anfang der 90er-Jahre seinen Heimatclub besuchte, konnte er nicht fassen, dass Hoffenheim inzwischen in der untersten Liga spielte. Das wollte er ändern.
 
Also fing er an, seinen alten Verein mit Geld und mit Konzepten zu unterstützen. Er förderte die Jugend, bildete Trainer aus und engagierte bekannte Profis, die die Spieler betreuen: Cheftrainer wurde Ralf Rangnick, der vorher den bekannten Bundesliga-Club Schalke 04 trainiert hatte. Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann arbeitete früher für die deutsche Nationalmannschaft. Bernhard Peters, Weltmeistertrainer der deutschen Hockeymannschaft, kümmert sich um die Jugendarbeit.
 
Fans anderer Vereine behaupten, dass Hoffenheim nur gewinnen kann, weil Hopp so viel Geld investiert. Aber Hopp sieht seine Strategie anders: "Ich hab keinen Verein gekauft, sondern in die Jugend des Vereins investiert." Dass der Erfolg so schnell kommen würde, hätte niemand gedacht. Eineinhalb Jahre nach dem Aufstieg wurde in Hoffenheim ein eigenes Stadion für 30.000 Zuschauer gebaut – wie es sich für einen Fußballverein in der ersten Liga gehört.

Freitag, 30. Januar 2009 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,,3989722,00.html

Glossar
 
Multimillionär, der – jemand, der mehrere Millionen Euro besitzt
 
investieren – Geld oder Arbeitszeit in etwas stecken, damit es besser wird
 
Liga, die – eine Gruppe von gleich starken Mannschaften, die gegeneinander spielen
 
Bundesliga, die – die besten Mannschaften aus ganz Deutschland, die gegeneinander spielen (es gibt die erste und zweite Bundesliga)
 
Fachwerkhaus, das – ein traditionelles gebautes deutsches Haus
 
jemandem etwas zu verdanken haben – etwas durch die Hilfe von jemandem bekommen haben
 
Aufstieg, der – beim Fußball: der Wechsel von einer unteren in eine höhere Liga
 
Sohn, der – hier: jemand, der früher in diesem Dorf gewohnt hat
 
Software, die – ein Programm für Computer, z.B. Word oder Photoshop
 
etwas nicht fassen können – etwas nicht glauben können
 
Konzept, das – die Idee
 
jemanden fördern – jemanden so unterstützen, dass er besser wird
 
jemanden engagieren – jemanden einstellen
 
Fan, der – jemand, der z.B. einen Fußballverein oder einen Sänger sehr toll findet
 
Strategie, die – der Plan
 
etwas gehört sich – etwas muss so sein

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