26.4.08

Brain Drain in Polen



Polens Jugend forscht. Aber nicht im eigenen Land, sondern im Ausland. Viele junge Wissenschaftler verlassen ihre Heimat, weil sie in anderen Ländern mehr verdienen. Eine Stiftung versucht, sie wieder zurückzuholen.

Die junge Wissenschaftlerin Agnieszka Koscianska ist Dozentin an der Warschauer Universität. Pro Woche hält sie drei Seminare und eine Vorlesung. Dafür zahlt ihr die Uni ungefähr 300 Euro im Monat. Die 32-Jährige frustriert(vt.受挫.挫折) die geringe Bezahlung: "Erst studiert und lernt man viel – und dann verdient man gerade so viel wie eine Putzfrau."
 
Wegen der miserablen(adj.很糟的mise.rabel..e通常省略) Bezahlung an den polnischen Unis sind viele ihrer ehemaligen(adj.以前的) Kommilitonen ins Ausland gegangen. Auch Agnieszka hat schon oft über eine Karriere im Ausland nachgedacht. Doch sie hat sich dagegen entschieden. " Es können doch nicht alle von hier weggehen – dann hätten wir bald gar keine Dozenten mehr an der Uni."
 
Ein kleiner Lichtblick allerdings ist die "Stiftung für polnische Wissenschaft". Sie will die Forschung in Polen stärken. Unter anderem hat sie das Programm "Powroty/Homing" ins Leben gerufen. Es bietet Wissenschaftlern, die aus dem Ausland zurück nach Polen kommen, eine finanzielle Unterstützung.
 
Schon 30 polnische Studenten konnten von diesem Programm profitieren(vt.獲利). Für Agnieszka Koscianska reicht diese Initiative aber noch lange nicht aus: "Das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein(無濟於事)", sagt sie.
 
Freitag, 25. April 2008 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3292955,00.html
Glossar
 
Brain Drain, der – Anglizismus für: die Abwanderung von besonders begabten und talentierten Menschen aus ihrem Heimatland
 
Stiftung, die – eine Organisation, die ein bestimmtes Projekt unterstützt und dafür Geld gibt
 
Dozent/in, die/der – jemand, der an einer Universität unterrichtet
 
Seminar, das – hier: eine Übung an der Universität
 
Vorlesung, die – ein Vortrag für Studenten von jemandem, der an der Universität unterrichtet
 
etwas frustriert jemanden – etwas macht jemanden unzufrieden
 
Putzfrau, die – jemand, der dafür bezahlt wird, dass er/sie putzt
 
miserabel – sehr schlecht
 
ehemalig – so, dass es der Vergangenheit angehört
 
Kommilitone/in, der/die – jemand, mit dem/der man zusammen studiert
 
Karriere, die – der Weg, der im Beruf zum Erfolg führt
 
Lichtblick, der – bildlich: die Hoffnung
 
etwas ins Leben rufen – etwas gründen; etwas neu beginnen
 
von etwas profitieren – einen Vorteil von etwas haben
 
Initiative, die – hier: die neue Idee
 
etwas ist ein Tropfen auf den heißen Stein – etwas hat kaum Wirkung
 
 
Fragen zum Text
 
Warum gehen viele junge polnische Wissenschaftler ins Ausland?
1.      Weil es spannender ist, im Ausland zu arbeiten.
2.      Weil die Bezahlung an polnischen Unis schlecht ist.
3.      Weil es in Polen sehr kalt ist.
 
Wenn jemand frustriert ist, dann …
1.      ist er/sie sehr glücklich.
2.      ist ihm/ihr zu warm.
3.      ist er/sie unzufrieden.
 
Wenn eine Initiative kaum Auswirkungen hat, sagt man: …
1.      "Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein."
2.      "Steter Tropfen höhlt den Stein."
3.      "Die reden um den heißen Brei herum."
 
 
Arbeitsauftrag
Stellen Sie sich vor, Sie sind Mitarbeiter bei der "Stiftung für polnische Wissenschaft". Was könnte polnische Wissenschaftler außer finanzieller Unterstützung noch dazu bringen, wieder nach Polen zurückzukehren. Überlegen Sie sich in der Gruppe Initiativen und Programme, die Wissenschaftler umstimmen könnten.

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