5.4.08

Der Urwald in Deutschland



Früher war ganz Mitteleuropa von riesigen(adj.巨大的) Wäldern bedeckt(vt.覆蓋.遮蓋). Heute sind sie längst verschwunden. Nur in Thüringen gibt es noch einen 16.000 Hektar(s.公頃) großen Urwald. Er ist ohne die Hilfe von Menschen gewachsen.

Riesige Rotbuchen(e.山毛櫸) ragen(vt.突出.高出.伸出) in den Himmel. Ihre Stämme(r.主幹) sind so dick wie die Säulen(e.圓柱.支柱) einer sehr großen Kirche. Eine umgestürzte Eiche(e.橡樹) verrottet(adj.腐敗的) langsam, während Moose(s.蘚.苔.沼澤.溼地) auf ihr wachsen. Ganz ohne Zutun des Menschen entsteht ein Urwald mitten in Deutschland – zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza in Thüringen.
 
Mit einer Gesamtfläche(e.總面積) von 16.000 Hektar ist der Wald der größte zusammenhängende Laubwald(r.闊葉林) in Deutschland. Weder große Straßen noch Eisenbahnschienen verlaufen(vt.經過) durch das Gebiet(s.地區). Hier sind 44 verschiedene Tierarten zuhause. Auch seltene Wildkatzen(e.山貓) leben in dem Wald.
 
Zu DDR-Zeiten war der Urwald selbst den Menschen, die in der Umgebung lebten, unbekannt. Direkt am Wald verlief die Grenze zum damaligen(adj.當時的) Westdeutschland. Außerdem lagen zwei Truppenübungsplätze(r.靶場.練兵場) in dem Gebiet. Deswegen gingen die Menschen kaum in den Wald.
 
Heute ist ein Teil des Waldes ein Nationalpark. Touristen kommen nach Thüringen, um ihn zu besichtigen. Es gibt spezielle Wege, auf denen Besucher wandern(vt.漫步) können. Und wenn sie auf dem 44 Meter hohen Aussichtsturm(r.瞭望台) stehen, können sie sich vorstellen, wie es in Deutschland aussah, als es noch Urwälder gab.
 
Freitag, 4. April 2008 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3244641,00.html
Glossar
 
Urwald, der – ein dichter Wald, den Menschen nicht landwirtschaftlich nutzen
 
von etwas bedeckt sein – hier: ein Gebiet ist von Wald bedeckt; d.h. hier wächst ein großer und sehr dichter Wald
 
Hektar, der – eine Größenangabe für Flächen(e.面積)
 
Rotbuche, die – eine Baumart mit roten Blättern
 
etwas ragt in den Himmel – etwas geht sehr weit nach oben; hier: hochgewachsen sein
 
Säule, die – ein Bauteil eines Gebäudes, oft aus Stein, das z.B. das Gewicht eines Daches trägt
 
Eiche, die – eine Baumart
 
etwas verrottet – hier: eine Pflanze löst sich auf und wird zu Erde
 
Moos, das – eine Pflanze, die auf feuchtem Boden oder Bäumen wächst und dort weiche, grüne Flächen bildet
 
Zutun, das – hier: der Einfluss durch den Menschen; die Hilfe
 
Laubwald, der – ein Wald, in dem nur Bäume mit Blättern und keine Bäume mit Nadeln wachsen
 
etwas verläuft durch etwas – etwas führt durch etwas hindurch
 
Wildkatze, die – eine Katze, die in der Natur lebt
 
DDR, die – die Deutsche Demokratische Republik; der Ostteil des von 1949 bis 1980 geteilten Deutschlands
 
Westdeutschland – Bezeichnung für den Westteil des geteilten Deutschlands
 
Truppenübungsplatz, der – ein Ort, an dem Soldaten militärische Übungen machen
 
Nationalpark, der – ein Gebiet, dessen Natur geschützt werden soll
 
etwas besichtigen – irgendwo hingehen, um sich etwas genauer anzuschauen
 
Aussichtsturm, der – ein hohes Gebäude, von dem man einen guten Blick auf die Umgebung hat
 
 
Fragen zum Text
 
Wenn ein Baum verrottet, …
1.      zerfällt er und verwandelt sich in fruchtbare Erde.
2.      wird er zu Stein.
3.      blüht er und wächst weiter.
 
Was ist in Thüringen nicht entstanden?
1.      ein Laubwald
2.      ein Nadelwald
3.      ein Urwald
 
In dem Nationalpark …
1.      leben wilde Hunde.
2.      wandern Touristen.
3.      fahren Eisenbahnen.
 
 
Arbeitsauftrag
Stellen Sie sich vor, Sie stehen in dem Urwald in Thüringen. Was sehen Sie? Was hören Sie? Was riechen Sie? Schreiben Sie einen kurzen Aufsatz darüber, wie Sie sich den Wald vorstellen.

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