
In Afghanistan sind immer mehr Menschen drogensüchtig. Häufig sind sogar schon Kinder von Opium(s.鴉片) abhängig. Hilfsorganisationen bieten Entzugstherapien(e.強迫治療) an und klären über die Folgen von Drogenkonsum auf.
In Afghanistan sind mehr als eine Million Menschen drogenabhängig. Darum hat die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) fünf Drogenkliniken im gesamten Land gebaut. Jeden Monat suchen hier knapp 200 Männer und Frauen Hilfe.
"Eine Therapie dauert etwa ein Jahr", sagt Bayan Shairshah, Leiterin einer Drogenklinik in Kabul. Die Behandlungsmethoden(e.治療方式) von Männern und Frauen unterscheiden sich. Männer bleiben für etwa einen Monat in der Klinik. Frauen können dort oft nicht übernachten. Die Kinder und der Haushalt hindern(vt.妨礙) sie daran. Darum besuchen Mitarbeiter der Klinik die Frauen zuhause.
"Auch Kinder werden therapiert", sagt Shairshah. Weil Opium eine schmerzstillende(adj.無痛的) Wirkung hat, geben manche Eltern ihren kranken Kindern die Droge. Andere Kinder sind schon seit ihrer Geburt drogenabhängig, da ihre Mütter während der Schwangerschaft(e.懷孕期) Drogen genommen haben. Es kommt auch vor, dass drogenabhängige Eltern ihren Kindern Drogen geben, um sie ruhig zu stellen.
Die GTZ klärt die Menschen über die Folgen der Drogensucht auf. In Schulen und Moscheen(e.清真寺) bildet die Organisation afghanische Lehrer, Imame und Polizisten aus(vt.教育.深造), um gegen die Drogensucht zu kämpfen.
Dienstag, 1. April 2008 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3231165,00.html
Glossar
Drogenabhängige/r, der/die – jemand, der Rauschgift braucht, um zu leben
drogensüchtig – dringend Drogen brauchend; abhängig sein von Drogen
Opium, das – eine Droge, die aus der Pflanze Mohn hergestellt wird
Entzugstherapie, die – eine Maßnahme, die jemandem dabei helfen soll, keine Drogen mehr zu nehmen
jemanden aufklären – jemandem etwas deutlich machen; jemanden über die Folgen informieren
Drogenkonsum, der – der Gebrauch von Drogen
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, die – eine deutsche Hilfsorganisation
Behandlungsmethode, die – das, was getan wird, um jemanden zu heilen
jemanden an etwas hindern – jemanden von etwas abhalten
jemanden therapieren – jemanden heilen
schmerzstillend – keinen Schmerz mehr fühlend
jemanden ruhig stellen – jemandem etwas geben, damit er/sie still ist
Moschee, die – ein Haus, in dem die Moslems zu Gott beten
Imam, der – ein islamischer Geistlicher
jemanden ausbilden – jemandem zeigen, wie etwas geht
Fragen zum Text
Wie viele Drogenkliniken hat die GTZ in Afghanistan gebaut?
1. fünfzig
2. fünf
3. zehn
Warum werden die Frauen meist zuhause therapiert?
1. Weil die Kinder und der Haushalt sie daran hindern.
2. Weil sie keine Lust haben, in die Klinik zu gehen.
3. Weil in der Klinik nicht so viel Platz ist.
Wenn man jemanden daran hindert, Drogen zu nehmen, dann …
1. ermutigt man ihn/sie dazu.
2. hält man ihn/sie davon ab.
3. stellt man ihn/sie ruhig.
Arbeitsauftrag
Wie kann man in armen Ländern Drogensucht bekämpfen? Schreiben Sie Ihre Ideen auf, wie Menschen über die Folgen von Drogenkonsum aufgeklärt werden können. Stellen Sie Ihre Vorschläge dann den anderen Kursteilnehmern vor.
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