24.5.08

Arbeiten in der Fremde für das Wohl der Daheimgebliebenen


So fern(adj.遠的) und doch so nah: Viele Migranten unterstützen ihre Familien in der Heimat. In den Empfängerländern sind die Geldsendungen oft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Doch Überweisungsfirmen kassieren(vt.兌現.佔有.廢除.撤銷.裁員) hohe Gebühren.

Der typische Migrant, der zurzeit seine Heimat in Osteuropa oder in einem Land der ehemaligen Sowjetunion verlässt ist jung, gut gebildet und kinderlos, erklärt Bryce Quillin Autor einer Studie der Weltbank, die sich mit dem Thema beschäftigt. Früher sei das Motiv der Auswanderung die Rückkehr in die ehemalige ethnische(e.族群) oder kulturelle Heimat gewesen – oder die Flucht aus Konfliktgebieten(s.衝突地區). Heutzutage sei es, laut Quillin, jedoch meist das Streben nach besseren Lebensbedingungen. Der durchschnittliche Betrag(r.款.總額), den die Emigranten nach Hause überweisen, beträgt 500 Dollar im Monat – und entspricht in etwa 20 Prozent ihres Einkommens. In der Heimat trägt das Geld dann wesentlich(adj.本質上.主要的) zum Überleben oder zum zusätzlichen(adj.附加的.補充的) Wohlstand (r.繁榮.富裕)der Familie bei.
 
Der Anteil, der die Menschen in der Heimat erreicht, könnte allerdings noch höher sein. Elf Prozent der Summe der Rücküberweisungen, schätzt die Weltbank, gehen durch die hohen Überweisungsgebühren verloren, wenn das Geld auf dem legalen Weg in die Heimat geschickt wird. Es wäre also durchaus im öffentlichen Interesse, wenn diese Gebühren gesenkt werden könnten, sagt Bryce Quillin.
 
Momentan werden Geldsendungen in die Heimat allerdings nur selten über die Bank abgewickelt(vt.解開.了結). Häufig überbringen Freunde, Familienmitglieder oder die Migranten selbst das Geld. Das liegt daran, dass eine große Zahl der Auswanderer illegal in ein anderes Land geht und deshalb keinen Zugang zu formalen Finanzkanälen(r.財物途徑) hat. Anderen fehlt der Zugang zu Banken, weil sie beispielsweise als Saisonarbeiter(r.季節工.) in ländlichen Gegenden arbeiten. Die informellen(adj.未定型的) Transaktionen(e.交易.買賣) sind oft auch preiswerter. Der Nachteil: gegen Missbrauch kann sich niemand schützen.
 
Dienstag, 10. April 2007 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2438037,00.html 

GLOSSAR
 
Migrant, der - jemand, der nicht nur kurzfristig seinen Wohnsitz wechselt und nicht im Aufenthaltsland geboren wurde
 
Finanzkanal, der - Weg, auf dem Geldtransaktionen(e.金錢交易) abgehandelt(vt.深入研究.分析) werden
 
Saisonarbeiter, der - der Wanderarbeiter
 
informell - formlos
 
Transaktion, die - Geschäft
 
Ethnisch/ Ethnie - Gruppe, Minderheit, Personen, welche der gleichen kulturellen Gruppe zugeordnet werden können
 
Konfliktgebiet, das - ein Gebiet in dem zwei oder mehr Parteien eine Auseinandersetzung haben
 
Monopol, das - eine Marktsituation, in der für ein Produkt entweder nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager existiert
 
Einkommen, das - die Einkünfte, die Einnahme, der Lohn
 
Wohlstand, der - der Besitz
 
Motiv, das - der Leitgedanke
 
Betrag, der - die Geldsumme, die Menge
 
Weltbank, die - Institution, die die wirtschaftliche Entwicklung von weniger entwickelten Ländern durch finanzielle Hilfen, Beratung und technische Hilfe fördert
 
legal - gesetzlich, gesetzmäßig
 
Missbrauch, der - der falsche Gebrauch
 
Summe, die - der Betrag, das Ergebnis

沒有留言: