28.5.08

Eine Rose verblüht,ein Buch bleibt


Seit den 1920er Jahren werden in Spanien zum Namenstag eines Heiligen Rosen und Bücher verschenkt. 75 Jahre später wurde diese Tradition zum internationalen Kultur-Ereignis(s.事件) ausgeweitet(vt.使變大.加寬.擴大), um das Lesen weltweit zu fördern.

Viele Menschen tun es täglich, egal ob in der Bahn, im Café, in der Hängematte oder Badewanne(e.浴缸) - sie lesen. Sie studieren Zeitungen, durchforsten(vt.有計畫的砍伐) Kontaktanzeigen und schmökern(vt.翻閱閒書.) in Büchern. Millionen von gedruckten Buchstaben auf Papier lassen sich gebunden(adj.裝訂的.束縛的) und im Handtaschenformat bequem in sämtliche(adj.全部的) Alltagssituationen mitnehmen. Auf Anregung(e.激發.鼓勵) des zuständigen Direktors Milagros del Corral hat die UNESCO 1995 den "Welttag des Buches und des Urheberrechts(s.著作權.版權)" ins Leben gerufen. Seitdem wird jedes Jahr am 23. April ein weltweites Lesefest gefeiert.
 
Das Spektakel(s.喧譁.惹人注目的事情) rund ums Buch soll die Lust am Lesen wecken. Denn das Buch nimmt als Medium der Wissensvermittlung eine bedeutende Rolle in der Informationsgesellschaft ein. "Wir müssen sicherstellen, dass Bücher für jeden und überall zugänglich(adj.開放的.可使用的.可提供的.可接近的) sind", lautete die Forderung(e.要求.傳喚) von del Corral. Deswegen finden am 23. April weltweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Zum Beispiel auch in der Schweiz. Unter dem Motto "Reisezeit ist Lesezeit" werden an Bahnhöfen kleine Lektüre(e.讀物.教材)geschenke(s.贈送教材) an Pendler(r.長期車票使用者..指很多人經過的地方) verteilt, während zwischen Gleis und Fahrkartenschalter junge Schauspieler bunte Reisegeschichten vortragen.
 
Doch wie lebt es sich eigentlich in einer Welt, die nur so von Zeichen wimmelt(vt.蜂擁.密集.充滿), wenn man sie nicht versteht? Allein in Deutschland leben nach Aussage des Bundesverbands Alphabetisierung und Grundbildung e.V. ungefähr vier Millionen funktionale Analphabeten(r.文盲). Damit sind Menschen gemeint, die nicht in der Lage sind, eine Zeitschrift zu lesen oder einen Brief zu schreiben. Das Thema wird in der Öffentlichkeit jedoch tabuisiert(vt.禁忌) und stigmatisiert(vt.污蔑.毀謗.給..打上烙印). Dabei muss man sich fragen, ob nicht gerade ein derartiger(adj.如此的) weltweiter Feiertag den Anlass(r.誘因.外來的原因.機會) dafür bieten könnte, mit Vorurteilen zum Analphabetismus aufzuräumen.
 
Dienstag, 24. April 2007 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2451828,00.html 
GLOSSAR
 
Namenstag, der - ein katholischer Gedenktag des Heiligen, auf dessen Namen eine Person getauft wird
 
international - mehrere Nationen oder Staaten sind beteiligt
 
täglich - jeden Tag
 
etwas durchforsten - etwas durchsuchen, etwas querlesen
 
in etwas schmökern - etwas durchblättern
 
UNESCO, die - "United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization.", eine von der UNO gegründete Organisation zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Kultur
 
Urheberrecht, das - Bestimmungsrecht eines Künstlers über sein Werk
 
Spektakel, das - eine Aufführung, ein Schauspiel
 
Medium, das - eine Mittel zur Informationsweitergabe, z.B. ein Buch, ein Radio oder das Internet
 
zugänglich - erreichbar
 
funktional - wirksam, auf eine Tätigkeit bezogen
 
Analphabet, der - jemand, der nicht schreiben und lesen kann
 
etwas tabuisieren - etwas zu einem Thema machen, über das nicht gesprochen wird
 
stigmatisiert - negativ auffallend
 
Vorurteil, das - eine Meinung über eine Sache, ohne hinreichende Kenntnis
 

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