23.3.08

Der Aufstieg der Engel aus Dresden



Jeder kennt die beiden pausbäckigen(adj.臉頰豐滿的) Engelchen, die auf Weihnachtskarten, Dosen oder Geschenkpapier abgebildet sind. Die wenigsten wissen, dass sie in Dresden ihr Zuhause haben und Teil eines Gemäldes(s.繪畫油畫.水彩畫.生動的描寫) von Raffael sind.

Viele kennen die pausbäckigen und geflügelten(adj.有翼的) Knaben(r.男孩.十五歲以下) mit den dunklen Locken, die mit großen Augen zum Himmel schauen. Die wenigsten Betrachter(r.觀察者) aber wissen, dass die Himmelsknaben eigentlich zu einem der berühmtesten(adj.著名的.受歡迎的) Gemälde der Welt gehören. "Sie ahnen(vt.預感.預料) nicht einmal, dass sie aus Dresden kommen", sagt Andreas Henning, der Kurator(r.監護人.理事) für Italienische Malerei der Gemäldegalerie(e.畫廊.美術館) Alte Meister. Hier haben sie ihr Zuhause: am Fuße von Raffaels "Sixtinischer Madonna".
 
Das 1512/13 geschaffene Gemälde, das 1754 in die Stadt an der Elbe gelangte, ist laut Henning ein Weihnachtsbild. "Es stellt die Menschwerdung Christi dar: die Madonna(e.聖母瑪利雅的畫像) trägt das Jesuskind zur Erde. "Dies habe Raffael durch die kindlich und irdisch(adj.塵世的.世俗的) aussehenden Knaben am unteren Bildrand deutlich gemacht. Dabei hätte es die Engelchen fast gar nicht gegeben. "Raffael hat sie erst am Schluss ganz dünn auf die Wolken gemalt", erklärt Henning.
 
Die himmlischen Kinder wurden erstmals 1803 aus dem Bild ausgekoppelt(vt.剪下.切出). Auf dem kleinen Bildausschnitt scheinen die Engel zum Himmel zu schauen, dabei richtet sich ihr Blick eigentlich auf die Madonna. Die Engel wurden schnell zum Lieblingsmotiv in der Kunst, mit fortschreitender(adj.進步的.前進的) Technik aber auch in der Werbung. Die Stadt Dresden nutzt die Bekanntheit der Engel seit dem 19. Jahrhundert für Eigenwerbung. "Es gibt keinen bekannteren Werbeträger, denn die Silhouette(e.黑色剪影.輪廓) der Dresdner Frauenkirche ist verwechselbar(adj.混合的), die Engelchen gibt es nur ein Mal", sagt Henning. Viele Menschen staunen(vt.驚訝), wenn sie die Engel bei der Sixtinischen Madonna in Dresden wiedererkennen.

Dienstag, 25. Dezember 2007 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3016422,00.html 

GLOSSAR
 
pausbäckig – mit dicken Wangen; mit einem runden Gesicht
 
Gemälde, das – ein gemaltes Bild
 
heiß begehrt – sehr beliebt
 
geflügelt – mit Flügeln
 
Knabe, der – veraltet: ein kleiner Junge
 
Kurator, der – jemand, der für eine Kunstausstellung verantwortlich ist
 
Gemäldegalerie, die – ein Museum, in dem Gemälde gezeigt werden
 
geschaffen – gemacht, hergestellt
 
irdisch – von der Erde kommend
 
deutlich machen – zeigen; darstellen
 
auskoppeln – einen Teil aus einem Ganzen heraustrennen; ausschneiden
 
fortschreiten – hier: sich weiterentwickeln
 
Werbeträger, der – eine sehr bekannte Person oder Sache, die hilft, Werbung für ein Produkt zu machen
 
Silhouette, die – der Umriss(e.輪廓.草圖.概要); die Form
 
verwechselbar sein – leicht verwechselt werden können
 

Fragen zum Text
 
Viele Besucher, die in Dresden Raffaels "Sixtinische Madonna" sehen, sind überrascht, …
1.      dass das Gemälde so alt ist.
2.      dass auf diesem Bild die berühmten Engel zu sehen sind.
3.      dass die Engel gelocktes Haar haben.
 
Seit wann ist das Gemälde in Dresden?
1.      seit 1512
2.      seit 1754
3.      seit 1803
 
Wohin schauen die beiden Engel im Originalbild?
1.      zum Himmel
2.      zur Madonna
3.      nach unten
 
Arbeitsauftrag
Worüber könnten die beiden Engel in diesem Moment sprechen? Was sehen sie? Woran denken sie? Schreiben Sie in Partnerarbeit ein kurzes Gespräch zwischen den Engeln und tragen Sie das Gespräch anschließend in der Gruppe vor.

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