14.6.08

Die literarische Leben der Siebenbürger Sachsen


Es gibt nur noch wenige Siebenbürger Sachsen im rumänischen Sibiu (Hermannstadt). Ihre deutschsprachige Literatur und Kultur steht kurz vor dem Ende. Ein Hoffnungsschimmer ist ein Café, das deutsche Bücher verkauft.

Im 12. Jahrhundert kamen die ersten Deutschen zum Arbeiten in das Gebiet Siebenbürgen, das damals zu Ungarn gehörte, um die Grenze zu sichern. Sie bekamen damals versehentlich(adv.由於疏忽大意.無意中) den Namen "Sachsen", und so nennen sich heute noch die Deutschen, die seit Generationen in der Region leben: Siebenbürger Sachsen. Obwohl sie eine Minderheit(e.少數) sind, bereicherten(vt.使充實.富裕.豐富) sie seit Jahrhunderten durch ihre Kultur und Literatur die Gegend(e.地區地帶), die seit dem Ende des Ersten Weltkrieges zu Rumänien gehört.
 
Aber viele Autoren - und ihre Leser - flohen bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor der minderheitenfeindlichen Politik Rumäniens. Nach dem Fall der Mauer 1989 folgten in einer großen Ausreisewelle fast alle anderen. Es gibt nur noch wenige Siebenbürger Sachsen in Hermannstadt. Damit stellt sich die Frage, ob die Literatur und Kultur der Siebenbürger Sachsen noch eine Zukunft hat.
 
Im Büchercafé Erasmus sitzen Schüler, Studenten, auch ein paar Touristen. Hier kann man in Ruhe stöbern(vt.翻尋.搜尋.紛飛), lesen und einen Milchkaffee trinken. Es werden deutsche, rumänische und sogar englische Bücher verkauft. Das Café ist auch ein Treffpunkt der Siebenbürger Sachsen geworden. Denn das Büchercafé Erasmus hat mit seinem Angebot an deutschen Büchern einen Notstand(r.緊急狀況) beendet. Die Bücher haben sogar den gleichen Preis wie in Deutschland, denn die Transportkosten übernehmen die Buchhändler selbst.
 
Das Büchercafé Erasmus ist nicht der einzige Hoffnungsschimmer für die deutschsprachige Kultur in Siebenbürgen. Einige der Autoren, die weggegangen sind, kommen zurück. Andere kommen aus Deutschland, ohne hier familiär verwurzelt(adj.紮根的) zu sein. Sich als Europäer oder Weltbürger zu verstehen, die Chance haben die Menschen in Hermannstadt inzwischen mehr denn je. Mit der Vergangenheit im Rücken etwas völlig Neues zu gestalten(vt.塑造.刻畫.擬定.舉辦), das wird die Aufgabe für die kommenden Jahre sein.
 
Dienstag, 19. Juni 2007 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2615478,00.html 
GLOSSAR
 
Hoffnungsschimmer, der – Bild für: etwas, das Zuversicht und Hoffnung gibt
 
versehentlich – ohne Absicht
 
Minderheit, die – eine kleine Gruppe von Personen, die innerhalb einer großen Gruppe von Personen lebt
 
etwas bereichern - hier: etwas positiv erweitern
 
Gegend, die – die Region
 
fliehen –einen Ort schnell verlassen
 
minderheitenfeindlich – sich gegen eine Minderheit richtend
 
Ausreisewelle, die - wenn viele Menschen auf einmal ein Land verlassen
 
stöbern – lange nach alten Dingen suchen
 
Treffpunkt, der – ein Ort, an dem mehrere Personen zusammenkommen
 
Notstand, der – hier: eine Situation, in der es an etwas mangelt
 
Transportkosten, die – das Geld, das man für die Beförderung bezahlen muss
 
etwas übernehmen – hier: etwas bezahlen
 
Buchhändler, der – jemand, der Bücher verkauft
 
verwurzelt sein – eine persönliche Verbindung mit einem Ort zu haben
 
Weltbürger, der – ein Mensch, der für andere Länder und Kulturen offen ist
 
sich als etwas verstehen – sich als etwas zu sehen
 
etwas gestalten – etwas entwickeln; etwas formen

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