
Trends aus Japan verbreiten sich mittlerweile auch in Europa. Jugendliche in Deutschland etwa verkleiden sich als Charaktere aus ihren Lieblings-Mangas und vergöttern(vt.崇拜.仰慕) japanische Musikgruppen.
"Ich bin Queen Esther", sagt die junge Frau. Ihr Äußeres könnte man mit dem einer futuristischen(adj.未來主義的) Disko-Schneekönigin vergleichen - falls es so etwas gibt. Sie trägt ein Märchenkleid in Weiß mit ausladendem(adj.向外寬出來的) Rock, Puffärmeln(r.袖子寬.衣口窄的蓬蓬袖) und Korsett(s.緊身胸衣), alles mit Perlen übersät(adj.密佈的.佈滿的). Der hoch stehende Kragen(r.領口) erschwert(vt.增加..的困難) ihr den Blick zur Seite, passt aber zur Krone(e.皇冠.頂.冠). Ein Mantel in Leoparden-Optik vollendet(vt.完成.做完) das Bild. Queen Esther ist eine Figur aus einer japanischen Fernsehserie. Im richtigen Leben ist Queen Esther Stefanie Wittmann und arbeitet bei einem Autohersteller.
Dieses Verkleiden der Jugendlichen nennt sich Cosplay - von "Costume Play". Angefangen hat das Verkleidespiel in Japan, wo sich Jugendliche Anfang der 80er Jahre als Figuren aus ihren Lieblings-Mangas verkleideten, um in Tokios Vergnügungsvierteln(消遣.玩樂) zu posieren(vt.擺好架式.做出姿勢). Mittlerweile ist der Trend endgültig in Europa angekommen. Der Großteil der Cosplayer ist weiblich und zwischen 15 und 25 Jahre alt.
Längst werden nicht mehr nur Charaktere aus Mangas - japanischen Zeichentrickserien - "gecosplayt". Erlaubt ist alles von japanischen Bandmitgliedern über Disneyfiguren bis hin zu den Helden(r.英雄) aus Hollywoodfilmen wie "Fluch der Karibik". Die meisten Kostüme sind kitschig(adj.乏味的) und sexy. Beliebt sind zum Beispiel Plastikhaare in Pink oder Lila, die oft bis zu den Fersen(e.腳後跟.鞋跟) reichen, bauchfreie Oberteile, Miniröcke und hohe Stiefel. Ein oft teures und sehr zeitaufwändiges(adj.很花時間的) Hobby: Die Kluft ist fast immer selbst gemacht.
Einige orientieren sich bei Cosplay an japanischen Band-Idolen. Diese Spielart des Cosplays nent sich "Visual Kei", das übersetzt so viel wie "Visuelles System" heißt. Jens Nave arbeitet beim Manga-Magazin "Animania" und beschreibt Visual Kei als eine Subkultur, die sich sich besonders über das Internet verbreitet. Die Medien werden zwar nur langsam darauf aufmerksam, aber Jens Nave ist sich sicher, dass die Fangemeinde(e.迷) um den japanischen Exportschlager von Mangas über Cosplay bis zu Visual Kei weiter wachsen wird.
Dienstag, 7. August 2007 von http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2728146,00.html
GLOSSAR
Exportschlager, der – eine Lieferung von etwas in ein anderes Land, das dort sehr beliebt ist
vergöttern – anbeten
ausladend – sehr breit
Puffärmel, der – ein Teil des Ärmels, der sehr weit ist und an den Enden eng wird
Korsett, das – ein enges Kleidungsstück, um die Figur schlanker zu machen
mit etwas übersät – mit etwas überdeckt
Vergnügungsviertel, das – ein Stadtteil, mit verschiedenen Attraktionen und Möglichkeiten sich zu amüsieren
zeitaufwändig – man braucht viel Zeit für etwas
Kluft, die – ein Kostüm
Subkultur, die – ein Teil einer Kultur, die eigene Eigenschaften hat
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